Kafka/Kelte 2., 3. & 4. Einspruch

2. Einspruch

Er zieht dem Wildschwein den Plastikstreifen aus Maul, Schlund und Magen. M. Sch., Kelte, ruft: „Trubetzkoy“.

3. Einspruch

Sie erkannte in der Bäderarchitektur eine notwendige Zeitverzögerung, – „damit sich die Kurenden auch hier aus den leidenden Zeitbezügen freimachen können“. Er fand damit den Aufenthalt für beendenswert.

4. Einspruch

Am offenen Keltengrab neben der Straße – eines von Hunderten in dieser Gegend – las der Motorradfahrer „Das Schloß“. Die Füße baumelten in die seichte Tiefe. Das Grab und das unerreichbare Schloß verschränkten sich, der Körper wurde da angelagert, zum Schloß will K.s Sehnen zurück in den Schoß, im seit dem neolithischen Bündel getätigten Schoßzwangzeitalter, den Durchgang suchend, dort die Befriedung des Denkens empfangen wollend, die dyadische Monade erbetend, immer wieder versuchend. Raus und wieder zurück.

Er, keltend, setzte sich auf das Motorrad und dachte an den Dicken, in seiner orientalischen Heblichkeit, – der Kelte drehte am Gas, kuppelnd und schaltend, Geschwindigkeit gewinnend.

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